Angst

 

Angst
Juni 2003

Morgens
wenn ich nach einer unruhigen Nacht,
aufwache,
steigt sie schon in mir auf.
Diese eiskalte Angst,
die meine Seele
einzufrieren scheint.

Tagsüber
spielt sie mit mir,
ein grausames Spiel

Habe Angst vor dem Leben,
weil ich nicht weiß was morgen sein wird,
Doch habe ich auch Angst vor dem Tod,
da ich nicht weiß was danach sein wird

Tägliche Angst
zu versagen, zu verletzten,
zu enttäuschen
und am Ende wieder
allein da zu stehen

Aber die schlimmste Angst,
ist die mir die Kehle zu schnürt,
wenn du mich in den Armen hältst.

Angst,
vor jeder Berührung,
die mir nicht vorher bewusst ist.

Angst,
vor den Gefühlen,
tief in mir,
denn nur wenn man fühlt,
kann man verletzt werden.

Angst,
den Schritt in eine neue Welt zu wagen,
in die Freiheit,
weil sie mich von meiner
Einsamkeit trennen würde,
die mein Leben lang, mein bester Freund war

Diese Angst,
aus Kindertagen,
die noch immer in mir wütet,
die Tür zu meinem Elternhaus,
zu öffnen.

Angst,
sich wieder an alles zu gewöhnen,
wieder Dinge zu tun,
die ich nicht möchte,
bis mein Herz nichts mehr empfindet,

Nachts,
Angst davor zu schlafen,
zu träumen,
in ihnen zu versinken,
mich in ihnen zu verlieren.

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