Dean Koontz

Auf dem Bild könnt ihr den Mann sehen, um den dieser Blogeintrag gehen soll. Vielleicht erkennt ihn ja sogar jemand schon 😉 Wenn nicht folgt ihr die Auflösung:

Dean Koontz

geboren am 9. Juli 1945
in Everett, Pennsylvania

US-amerikanischer Schriftsteller

 

Herr Koontz ist mein Lieblingsautor und genau deshalb bekommt er auch einen Blogeintrag 😉

*Fangirl-Modus an*
Ich liebe seine Bücher! Er ist schreibt toll! Er ist toll! Alles ist toll!
*Fangirl-Modus aus*

„Wie im Traum, ist auch im Sein, alles anders als der Schein.“

(Zitat: Buch des gezählten Leids“)

Und nun im Ernst. Natürlich bin ich begeistert von seinen Werken, sonst wäre er nicht mein Lieblingsautor, ne? 😉 Auch was ich über ihn als Person gelesen habe, macht ihn mir sympatisch. Aber ich bin nun wohl aus dem Fangirl-Alter heraus und mir ist zum einen klar, dass ich die reale Person nicht kenne und somit kann er auch ein ziemlicher Ars*** sein und auch kann ich objektiv sagen, dass ich auch nicht alle Bücher von ihm klasse finde. Ja, ich bin sogar in der Lage zu akzeptieren, wenn mir jemand sagt, dass er seine Bücher gar nicht mag. Jedem seine Meinung, nicht wahr? 😉

„Wer hoffen will, kämpft sich durchs Leben
und denkt nicht daran, gleich aufzugeben.
Von der Wiege bist ins Grab hinein,
muss das Herz beharrlich sein. “

(Zitat: Buch des gezählten Leids“)

 

Das Leben des Dean Koontz:

Er wuchs in sehr ärmlichen Verhältnissen auf und litt, wie auch seine Mutter, unter Misshandlungen seitens des alkohlsüchtigen Vaters. Besonders in dieser unschönen Kindheitszeit, waren Bücher die besten Freund des Jungen. Dean Koontz merkte einmal an, dass seine schönen Kinderheitserinnerungen fast ausschließlich dieser Büchern zu verdanken seien.

Im Alter von acht Jahren schrieb er schon seine ersten Kurzgeschichten und verkaufte diese an Nachbarn und Verwandte für ein kleines Extra-Taschengeld. In der Schule jedoch war er sehr faul und kassierte dementsprechend schlechte Noten. Konnte etwas jedoch sein Interesse wecken, dann bemühte er sich auch und schrieb gute Zensuren. Der junge Dean mimte zu seiner Schulzeit den Klassenclown.

Zu seiner College-Zeit, im Alter von 20 Jahren, gewann er den ersten Platz bei dem Literaturwettbewerb. Dieser Sieg sprach natürlich für ihn und so verkaufte er noch im selben Jahr die erste Kurzgeschichte an einen professionellen Verlag. „Kätzchen“, so der Titel der Geschichte, blieb allerdings sein einziger Verkauf in dieser Zeit.

Er hatte zwar nicht den Durchbruch als Autor vollbracht, aber nur ein Jahr später heirate er seine damalige Freundin und ist bis zum heutigen Tag – nach 46 Jahren – noch mit Gerda verheiratet.

Nach seinem Abschluß am College gelant es ihm zwar wieder Kurzgeschichten und das sogar regelmässig, jedoch hielt sich der Verdienst arg in Grenzen. So konnten er und seine Frau immer noch den ärmlichen Verhältnissen entkommen. Dean gab aber weder den Mut noch das Schreiben auf und es wurde immer mehr zu einem festen und wichtigen Bestandteil in seinem Leben.

Ein Jahr lang arbeitete er als Lehrer für unterprivilegierte Kinder. Damit es finazell möglich war, gab Gerda ihre Stelle als Buchhalterin auf und stellte sich ans Fließband, denn durch das System des Akkordlohnes verdiente sie dort mehr. Nachdem das Jahr vorüber war, nahm Koontz eine Stelle als Englisch-Lehrer an einer High School in Mechanicsburg, Pennsylvania an. Gerda arbeitete als Empfangsdame in einer Firma für Geschäftsartikel.

Er verkaufte weiterhin Kurzgeschichten und sogar Romane, die sich hauptsächlich im Genre Science-Fiction bewegten, an Taschenbuchverlage. Allerdings musste er bittere Erfahrungen einstecken. Die Vorschusszahlungen waren zu niedrig und es wurden sogar Verkaufszahlen gefälscht um die Zahlungen an Tantiemen zu senken. Dean wurde gezwungen die Titel seiner Bücher zu ändern und das oft in eher sinnfreie, Inhalte wurden ohne Rücksprachen geändert und immer wieder wurde ihm zu wenig Geld gezahlt.

Zur damaligen Zeit gehörte die schlechte Behandlungen von Sci-Fi-Autoren wohl zum guten Ton der Verlage. Als Dean dies erfuhr, entschied er sich dem Genre den Rücken zuzukehren.

„Wenn man die Dunkelheit kennt, liebt man das Licht des Morgens
und denkt an die kommende Nacht, mit großen Sorgen.“

(Zitat: Buch des gezählten Leids“)

 

Schreibstil in Kürze:

Dean Koontz wichtigster Grundsatz lautet so: „Während der Grafiker das Buch so gestalten muss, dass es der Käufer in die Hand nimmt, ist es seine Aufgabe als Autor, den Leser gleich mit dem allerersten Satz so an das Buch zu fesseln, dass er es nicht mehr weglegen will.“

Schlägt man eines seiner Bücher auf assoziiert meist schon der erste Satz, dass gleich etwas Aufregendes passieren wird. Gleich zu Beginn steckt ein Charakter in einer verzwickten Lage und der Leser wird zum mitfiebern eingeladen. Dean arbeitet auch nur mit sehr kurzen Beschreibungen von Umgebung oder Äußerlichkeiten der Charaktere. Er legt makante Punkte da und überlässt den Rest der Phantasie des Lesers.

Auch die gedankliche Welt seiner Figuren offenbart er dem Leser nicht über ellenlange Passagen. Sondern ist es eher so, dass er immer wieder kürzere Gedankengegänge oder Einblicke in die Gefühlswelt zeigt.Oft benutzt er dafür ganz alltägliche Situationen aus dem Leben der Protagonisten, die aber keineswegs langweilig oder störend wirken. Es ist so, als würde man einen Menschen kennenlernen. Wie im richtigen Leben, kann man ja aus Verhaltensmustern eines Menschens Schlüsse ziehen. In einem Buch kommt noch dazu, dass man die Gedanken liest. Dadurch, dass man die Figur kennt, müssen Spannungssituationen nicht durch überschwengliche Gedankengänge unterbrochen werden, da der Leser nun von selbst draufkommt, warum der Protagonist so handelt, was er empfinden mag oder denkt. Soll nun nicht heißen, dass Gedanken und Gefühlbeschreibungen in solchen Szenen immer vollständig fehlen.

Was Koontz-Fans lieben, lehnen andere Leser ab. Schöne Grüße an Liebhaber der Romane von Stephan King.^^
Nun, natürlich ist King nicht der einzige Autor mit einem ausführlicheren Schreibstil, besonders im Vergleich zu Koontz, aber es gibt ein paar weise Worte, die wie folgt lauten: „Wer Stephan King mag, muss Dean Kootz hassen und umgekehrt“. (Ja, die Worte sind nicht vom Weisheitsgrad 9000 und ja, es ist verallgemeinert ;)) Abzustreiten ist aber nicht, dass die beiden Schreibstile im starken Kontrast zu einander stehen. King baut die Spannung langsam auf und setzt auf ausführliche Schilderungen. Außerdem verbringt er viel Zeit darauf seine Charaktere zu beschreiben.

„Nimm meine Hand und halte sie fest, ich lasse dich
nicht allein heut’ Nacht. Denn tät ich’s,
so ließe ich mich selbst allein und stieße meine Seele in den
Dämmerschein der Höllenbücherei,
wo sich kein Freund mehr sehen lässt.
Ich lass dich nicht allein, heut Nacht.“

(Zitat: Buch des gezählten Leids“)

 

Von Konfusionen und durchbrechendem Erfolg:

Da sein Name nun in Verbindung mit Sci-Fi-Literatur stand, schaffte Dean Koontz das Pseudonym „K.R. Dwyer“. Soweit so gut, doch welchem Genre widmte er sich nun? Nun Dean wollte sich nicht festlegen und bediente einige Genre. Die Verlagshäuser waren sich sicher, dieses Genre-Durcheinander würde den Leser verwirren und damit dies nicht geschah, bauten sie sein Kontingent an Pseudonymen massiv aus. Es wurden insgesamt sechs, die alle gleichzeitig genutzt wurden und wie folgt lauteten:
„Leigh Nichols“, „Brian Coffey“, „K. R. Dwyer“, „Deanna Dwyer“, „Owen West“ und „David Axton“.
(Ist das nicht herrlich einfach? Wen könnte das schon verwirren ;))

Die Theorie des Plans war einfach, jedes Pseudonym sollte für ein Genre stehen, aber wie so oft wollte es in der Praxis nicht so recht funktionieren. Denn schon damals mischte Dean gerne die Genres und somit war die Einordnung alles andere als ein einfaches Unterfangen. Dean entschied sich aber auch wieder dafür bei einem Verlag unter seinem richtigen Namen zu schreiben, diese Werken waren eine Mischpalette aus Spannungsliteratur, Kriminalroman, Science Fiction, Horror und Liebesgeschichte. Er versuchte bewusst, mit dem Durchmischen verschiedener Genres innerhalb der Mainstream-Literatur etwas Neues zu schaffen.

Sein erster, wahrhaftiger Erfolg ereignete sich 1981 und war eben einer dieser Mischromane, die unter „Dean Koontz“ veröffentlicht wurden. Mit „Flüstern in der Nacht“ schaffte er es zum ersten Mal auf die Besteller-Liste der New York Times. Als er genug Erfolg unter seinem Namen hatte, gab er endgültig die Odysee der Pseudonyme auf und so wurden auch seine Bücher, die unter einem der Pseudonyme erschienen sind, unter seinem richtigen Namen neu aufgelegt. Es dauerte dennoch weitere 13 Jahre bis man Dean absolute Freiheit gewährte und 1994 bekam „Dunkle Flüsse des Herzens“ als erstes Buch den Titel, den Dean für ihn vorgesehen hatte.

Als „Flüstern in der Nacht“ von der breiten Masse einfach nur als Horrorbuch abgestempelt, war die Enttäuschung bei Dean groß. Denn dem Buch fehlen viele horrortypische Eigenschaften. So beinhaltet es beispielsweise überhaupt keine übernatürlichen Elemente und ist auch nicht sonderlich blutig. Die Mischung scheint an den meisten Leuten wohl vorbeigegangen zu sein und nach den dominierende Punkte des Romans müsste auch dem Genre Thiller und nicht Horror zugeordnet werden.

Seine heutigen Romanen sind meist eine Mischung aus: Thriller, Fantasy oder Science-Fiction, manchmal gewürzt mit etwas Krimi oder Liebe (XD). Bei den meisten Werk sticht natürlich ein Genre hervor, aber es gibt auch Bücher, da herrscht ein ziemliches Gleichtgewicht. Seine Werke sind in 38 Sprachen übersetzt worden. Pro Jahr werden etwa 17 Millionen Koontz Bücher verkauft und erreichte das, was nur ein Dutzend Autoren je geschafft haben, mit insgesamt 10 Hardcover-Ausgaben und zwölf Taschenbücher erreichte er Platz 1 der Besteller-Liste. Er gilt als einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller im Bereich der fantastischen Literatur der Gegenwart.

„Das Böse ist kein Fremder ohne Gesicht, der in der Ferne lebt.
Das Böse hat ein nettes, vertrautes Gesicht
mit fröhlichen Augen und offenem Lächeln.

Das Böse weilt unter uns, trägt eine Maske,
die aussieht wie unser aller Gesicht.“

(Zitat: Buch des gezählten Leids“)

 

Gruselige Begegnungen mit der Filmindustrie

Insgesamt siebzehn seiner Romane dienten als Filmvorlagen. Dean war jedoch meist unzufrieden mit diesen Verfilmungen und auch die Leser werden bei der Mehrzahl dieser Filme sich fragen, ob der Drehbuchautor jemals mehr als den Einband des Buches gesehen hat. Natürlich ist es nicht möglich ein Buch 1:1 zu verfilmen und erst nicht in einem Einteiler. Immer bleiben Details auf der Strecke und Dinge müssen angepasst werden, es sind eben zwei verschiedene Medien. Jedoch sollte man die Vorlage noch erkennen, nicht wahr?

Die Umsetzung von Hideaway“ hat bis auf kleinere Übereinstimmungen nichts mehr mit dem Buch zu tun. Deshalb zahlte Dean das Geld für die Filmrechte zurück, damit sein Name aus dem Vorspann gestrichen wurde.

Die Warner Brothers Studios erwarben einmal die Filmrechte an „Nacht der Zaubertiere“, als Tim Burton aber das Angebot der Verfilmung ablehnte, hatte Dean Angst, dass alles wieder in einer Kastrophe enden und ertauschte sich die Filmrechte zurück. Im Gegenzug schrieb er eigenes für die Studios die Kurzgeschichtensammlung „Strange Highways – Highway ins Dunkel“. Sie erhielten neben den Filmrechten sogar die Verlagsrechte.

Bei Phantom“ (auch Unheil über der Stadt“ genannt) machte er sich dann selbst ans Drehbuch und sorgte dafür das seine Geschichte nicht verfälscht werden kann. Auch wenn sie sehr zusammengekürzt werden musste (Ja, liebe Kinder früher da waren Filme durchschnittlich 90 Minuten). Aber hauptsächlich kränkelt dieser Film an dem schauspielerischen Versagen von Ben Affleck und Co.

Leider finden sich kaum wirklich gute Verfilmungen seiner Bücher, meist wie schon erwähnt haben sie eher wenig mit dem Roman zu tun, und/oder die Schauspieler sollten erst einmal ihr Handwerk lernen, bevor sie vor die Kamera gehen.

Drei positive Beispiele sind: Survivor – Die Überlebende„, Intensity- Allein gegen den Killer“ und Frankenstein – Auf der Suche nach seinem Schöpfer“. Wobei bei letzterem zu beachten ist, dass es sich nur um die Verfilmung des ersten Teils von der Frankenstein-Anthologie ist. Da damals eine Miniserie geplant war, wurde auch für den Film kein spezielles Ende erfunden oder ähnliches. Leider wurde die Miniserie nie weitergeführt.

„Zu sehen, was wir noch nie gesehen.
Zu sein, was wir noch nie gewesen,
den Kokon abzuwerfen und zu fliegen.
Die Erde zu verlassen, den Himmel zu küssen,
neugeboren, ein neuer Mensch zu sein, ist.
Ist dies ein Traum oder Wirklichkeit?

Ist unsere Zukunft Bestimmung, geprägt von dem Leben,
in das wir geboren wurden?
Ist jeder von uns ein freies Geschöpf
oder seit Geburt vom Schicksal gefangen?
Zu bedauern sind jene, de letzteres glauben.
Nur die Freiheit ist wichtig.“

(Zitat: Buch des gezählten Leids“)

Koontzialisches Dies und Das:

Dean lebt mit seiner Frau und seinem Golden Retriever Trixie in Kalifornia. Er liebt Hunde sehr und vor allem natürlich Trixie, über die er sagt sie wäre ein Engel. Trixie hat sogar eine eigene Homepage und es gibt Comics und Bücher über sie (Homepage).

Workaholic trifft es wohl sehr genau, denn Dean arbeitet am Tag 14 Stunden. Nach seiner Aussage bekomme er bei so langem intensiven Durcharbeiten ein ganz spezielles Gefühl für die Charaktere und würde in dessen Welt eintauchen. Zeit für soziale Kontakte, bleibt da nicht mehr viel, dabei ist er ausgesprochen gerne unter Menschen. Manchmal leide er auch unter die Abgeschiedenheit, die ihm die Leidenschaft des Schreibens bescherrt.

Mit Hilfe von Queenie Chan, einer Zeichnerin von Comic/Mangas (The Dreaming„), brachte Dean auch Graphic Novels auf den Weg. Diese sind leider nicht in Deutschland erschienen (*grummel*).

Am Anfang jedes Buches von Dean findet man mindestens ein Zitat, oft finden sich auch Zitaten bei den Kapitelseiten. Darunter finden sich oft Verse aus Buch des gezählten Leids“, jedoch konnte dieses Buch für den Normalsterblichen nie aufgespürt werden. Deutsche mögen vielleicht noch geglaubt haben, dass der Titel falsch übersetzt wurde – dem ist aber nicht so, Originaltitel: Book of counted sorrows“, doch auch Amerikaner konnte das Buch einfach nicht finden. Also was tut man? Richtig, man schreibt dem Autor und harkt nach, wo das Buch denn zu kaufen sei. Laut Deans Aussage bekam er pro Jahr rund 3000 Anfragen und entschloß sich wohl deshalb das Geheimnis zu lüften. Immer wenn ihm kein passendes Zitat zur Hand war, schrieb er kurzerhand selbst einen Vers und gab das Buch des gezählten Leids“ als Quelle an. (Na, was gemerkt? ;))
Das Buch wurde sogar einmal aufgelegt, allerdings nur auf englisch und war sehr schnell vergriffen.

Pestilenz, Krankheit und Krieg haben diesen Ort der Tränen
heimgesucht. Und nichts dauert ewig; dem müssen wir ins Auge sehen.
Wir verwenden viel Zeit und Energie, einander den Tod zu bringen.
Niemand ist jemals irgendwo sicher. Nicht Vater, nicht Kind, nicht
Mutter.“

(Zitat: Buch des gezählten Leids“)

 

Abschließende Worte des Käfers:

Hast du wirklich alles gelesen? Oder bist du einfach hierher gesprungen? Falls du es durchgehalten hast, hoffe ich, es war nicht zu langweilig und beglückwünsche dich. Nun musst du nur noch das hier überstehen 😉

Was meine Person betrifft, finde ich nicht nur Deans Schreibstil sehr gut, sondern liebe auch die Wendungen, die seine Bücher oft machen. Dadurch, dass er eben die Genre mischt, kann man sich nie so wirklich sicher sein, was man denn zu erwarten hat. Das schönste darin ist, dass seine Wendungen nie unlogisch sind und wenn der Leser vor der Lösung steht ihm auch innerhalb der Geschichte kleine Dinge auffallen, die darauf hingewiesen haben.

Gerade zu der Zeit, als ich anfing regelmässig zu lesen, bin auch ich nicht an King vorbeigekommen. Heute kann ich sagen: ich gehöre zu den Personen, die mit Kings Stil nichts anfangen können. Er mag zwar gute Idee haben, aber auch dies empfinde ich nur teilweise so. Mich sprechen von ihm eher die realitätsnahen Werke an. Ich mag von ihm: Die Verurteilten“, Dolores“ und Frühling, Sommer, Herbst und Tod“. Ein wenig Übernatürlichkeit darf auch sein, so mag ich Green Mile“ sehr gerne und der einzige Horror, den ich von ihm mag ist ES“. Wobei noch gesagt werden muss, dass ich von den genannten auch nur die Filme mag.
Dolores“  und Green Mile“ habe ich auch das Buch gelesen und ich habe mich gequält, für mich ist es einfach zu langwierig geschrieben. ES“ und einige andere Bücher habe ich nicht durchgehalten.
Was seine Horrorbücher angeht, nun wie soll ich sagen, er schafft es nicht mir seinen Horror nahe zu bringen.

Bevor mir jemand aufs Dach steigt: Es ist meine persönliche Meinung und Empfindung, von mir als Individuum. Ich will niemanden seine Bücher schlecht reden und ich will nicht einmal abstreiten, dass er den Titel als besten Horrorautor verdient hat, denn sein Erfolg spricht für ihn. Aber für mich ist er es nicht und Punkt. Wenn ich jemand benennen müsste, dann wäre es auch nicht Dean, dafür mischt er zu sehr, sondern John Saul.

Auf der Strasse in die Nacht bin ich eines Tages erwacht,
erstaunt zu
sehen, wo ich bin, woher ich kam, wohin ich ging.
Nicht der Weg, wo
ich wähnte, nicht der Ort, den ich ersehnte,
nicht der Traum, den ich
ersann, nur des Schicksals Fieberbahn.
Bald werd‘ ich mich seitwärts
wenden, wo die geraden Strassen enden,
nur vom eigenen Licht
geleitet, den Weg zu gehn, den ich bereitet.
Auf der Strasse in die
Nacht bin ich eines Tages erwacht.
Eines Tags bin ich erwacht auf der
Strasse in die Nacht.

(Zitat: Buch des gezählten Leids“)

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