Federsturm – Der Ruf des Adlers

 

Federsturm-Cover
„Wir sind nicht im Namen irgendeines Gottes unterwegs. Wir sind nicht einmal das, was ihr als Engel bezeichnet. Wir sind Geflügelte. Unser Auftrag lautet lediglich, die Menschen vor der Dunkelheit zu beschützen und dafür zu sorgen, dass ihre Quelle für immer versiegelt bleibt.“ Die jungen Geflügelten Nara und Sam träumten ihr Leben lang von nichts anderem, als Wächter zu werden. Seit Jahrhunderten bewachen die Wächter ihres Volkes die Quelle der Finsternis, ein dunkles Wesen namens Edoko, das in ihrer Hauptstadt versiegelt wurde. Doch eines Tages werden die Brüder für ein Verbrechen angeklagt, das sie nicht begangen haben: Sie sollen versucht haben, Edoko zu befreien. Um ihre Unschuld zu beweisen fliehen sie in die Menschenwelt und finden Hinweise auf die wahren Täter. Mit der Hilfe des Menschenmädchens Kira kommen sie einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur, die nicht nur das Reich der Geflügelten betrifft, sondern auch die ganze Menschheit. Denn eine lang vergessene Macht aus dem Untergrund will beide Welten an sich reißen …

etwa 500 Seiten; erschienen als Ebook und gebundene Version (bei Autorin erfragen)

 

meinung

 Das Buch beginnt mit einem mysteriösen Prolog, der neugierig macht und schwupp will man gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich liebe es, wenn Bücher auf diese Art anfangen.
Mich hat Federsturm von diesem Moment an gefesselt und Niehüsers Schreibstil lässt den Leser flüssig durch die Geschichte gleiten. Meiner Meinung nach würde man den Anspruch wohl der Jugendliteratur zuordnen. Es lässt sich auch entsprechend leicht lesen, da man nicht mit Fremdwörtern bombardiert wird oder sich durch endlos lange Schachtelsätze schlagen muss. Aber das ist ja nichts Schlechtes. Niehüser beschreibt ihr Universum malerisch und schafft es dem Leser locker die Charaktere näher zu bringen. Sie handeln stets ihrer Konzeption nach logisch und nachvollziehbar.

Wenn man die Personen erst einmal ins Herz geschlossen hat, kann man richtig mit ihnen mitfiebern. Sei es nun in einer Actionszene oder eher einem emotionalen Moment. Die Handlung wird in verschiedene Stränge unterteilt, also switcht man immer wieder zwischen unterschiedlichen Orten hin und her, was ich immer als eine gute Erzählungsart empfinde, weil es meist immer wieder die Neugierde des Lesers anstachelt.

Ich mochte alle männlichen Figuren sehr gerne. Da möchte ich mich gar nicht entscheiden, wen ich am liebsten mochte, da sie irgendwie alle auf ihre Art total liebenswert sind. Die, die mich kennen, ahnen schon worauf das hier hinausläuft…
Die Hauptprotagonistinnen Kira und Gwen waren stellenweise hart an der Grenze bei mir. Kira neigt teilweise dazu eine Zicke zu sein und Gwen eine kleine Klugscheißerin. Was gar nicht so schlimm ist, wie es sich jetzt vielleicht anhört. Ich mag die Beiden dennoch, aber manchmal… XD
Schön ist aber, dass die Charaktere alle unterschiedlich sind und somit man keinen Einheitsbrei serviert bekommt. Außerdem lockern die Wortgefechte zwischen Nara und Kira, die Beide hitzköpfig sind, die Geschichte auf.

Etwas, das ich auch sehr mochte, ist das für die Geflügelten und andere Wesen keine eigene Welt erschaffen wurde. Sondern ihre Reiche einfach ebenso auf der Erde liegen und nur an für Menschen unzugänglichen Orten und von diesen einfach vergessen wurden. Natürlich ist das keine Neuerfindung, aber ich präferiere es. Die Entstehungsgeschichte bzw. die allgemeine Konzeption der Geflügelte hat mir auch sehr gut gefallen, jedoch verrate ich hier nun nichts weiter 😉

Also das Ende von Lied: Ich war begeistert und kann den zweiten Band kaum noch erwarten. Mit Federsturm – Die Jagd des Falken wird die Geschichte auch beendet sein. Und ich hoffe sehr, dass trotz der aufkommenden Liebesgeschichte zwischen Nara und Kira, nicht die Brüderliebe in den Hintergrund verdrängt wird.

top

vogel

Hier habt ihr noch einen Buchtrailer und den Prolog als Lesung^^

 

 

 

 

 

 

Copyright unterliegt Julia Niehüser

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