The Tokyo Diaries

Tokyo ═ riesig, schnell, unübersichtlich. Mittendrin: Japanologie-Student David, der hier ein Auslandssemester verbringt. Er ist überwältigt vom asiatischen Lebensstil, von Karaokeboxen und Sushi-Bars.

Und von den hübschen Japanerinnen, die ihm den Kopf verdrehen, an die er aber nicht rankommt. Das ändert sich erst, als er durch Zufall ein gefragtes Punk-Model in Japan wird …

334 Seiten, ISBN: 978-3-404-60007-6

 

meinung

„Fremdschämen auf 334 Seiten“ oder auch „Wer zur Hölle hat ihn dieses Buch verfassen lassen?!“

Ich würde das Buch nur Männern empfehlen, alle Frauen werden ihn schon für die Aussage „Japanerinnen sähen so viel besser aus als europäischen“ beginnen zu hassen. Abgesehen davon, dass jeder Frau, in die diesem Buch erwähnt wird, nur zur Fleischbeschauung dient. Und natürlich will er jede gutaussehende Frau ficken. Was ja nicht mal verwerflich ist….es ist nur eher die Art wie er es schreibt. Man kommt sich vor als liest man das Tagebuch eines Teenagern. Ich hatte immer die kleine Hoffnung, dass Männer als Erwachsene mal ihre Geschlechtsteile in den Griff bekommen, mit Herrn Schumann ist sie gestorben… Der Mann hätte doch einfach Metzger werden sollen, immerhin beherrscht er schon die Fleischbeschauung fabelhaft!

Im Grunde geht 80 % Prozent des Buches nur darum, wie er eine Frau nach der anderen datet oder es zumindest versucht. Also wer etwas über das Leben in Japan erfahren will, sollte sich lieber anderen Erfahrungsberichten zuwenden. Ach ja und er säuft sich ständig voll. Eigentlich ist er nur betrunken, wodurch dann auch der Leser mit Gejammer über den Kater belästigt wird. Einmal schrieb er, als er eine neue Bekanntschaft gemacht hat, dass es so erholsam mit ihm wäre, da er bei ihm nicht immer so tun müsste, als würde er nur saufen und poppen wollte.
Ich glaub Herr Schumann hat schon ein paar Probleme mit der Selbsteinschätzung….denn wenn er doch eben diese zwei Aktivitäten nicht ständig ausüben wollen würde, würde man
a) nicht ständig darüber berichten, dass man ja unbedingt Sex braucht
b) und wohl kaum auch noch saufen, wenn man alleine Zuhause ist.

Nett war die Stelle, wo er beschreibt, wie toll es wäre das Männer untereinander so offen über ihre Erlebnisse mit käuflicher Liebe umgehen und auch teilweise dies regelmäßig „nutzen“ ohne sich dafür zu schämen. Im gleichen Atemzug sagt er aber, dass es dafür praktisch kein soziales Bewusstsein gibt.
Ich meine, ich finde es völlig sinnfrei, dass man der Prostitution immer diesen „dreckig“-Stempel aufdrückt, aber im Vergleich, möchte ich doch lieber das mir jemand aufhielt, als das er mich auf dem Boden liegen lässt und mir dafür seine Sexerlebnisse erzählt XD

Er beschwert sich stets darüber wie asig sich die Amis benehmen und sich ja selbst isolieren würden. Ich als Deutsche, würde mir wünschen er hätte sich isoliert. Ein Deutscher der sich NUR betrinkt, randaliert, alles angräbt was nicht schnell genug außer Reichweite ist und solche Späße… hach danke David für dieses gutes Licht auf unser Benehmen und besser als die Amerikaner, die du stets durch den Dreck gezogen hast, warst du wohl auch nicht… In diesem Sinne: Vor der eigenen Türe kehren!

Der Schreibstil ist die ganze Zeit ordinär. Ich hab nicht mal ein Problem mit Gossensprache, aber aber…. da schreibt der Herr immer: ficken, Schwanz, fressen etc. und dann betitelt er das weibliche Geschlechtsorgan als „Muschi“. Hey, willkommen im Kindergarten XD
Erwachsene Menschen bezeichnen die Scheide nur als Muschi, wenn sie die „richtigen“ Bezeichnungen nicht sagen können ohne doof zu kichern….Wenn er schon vom Schwanz redet, wie wäre es dann mit Fotze gewesen? >_<
Ist ja nicht so, als wäre Schwanz unbedingt freundlicher…
~ Mein Gott, dieser Beitrag wird sicher gut zugespammt werden ~

Dafür das er immer darüber rumheult wie scheiße ihn ja die Frauen behandeln, behandelt er sie aber auch beschissen. Macht mal gleich mit anderen rum, als er (endlich) ne feste Freundin hat. Wäre ich Naho, seine spätere japanische Freundin und hätte das Buch gelesen, ich wäre nach Deutschland geflogen, nur um ihm aufs Maul zu geben. Denn abgesehen davon, dass er sie stets in seinem Buch schlechter als die anderen Frauen darstellt, die er datet (Auch wenn er sagt, sie sei superlieb und so). Er nutzt sie eigentlich nur aus und betrügt sie nicht „nur“ mit Dates sondern auch mit Sex und macht das dann auch noch öffentlich.

Es ist verständlich, dass man sich bei einem Leben in Tokyo, gerade eben als Ausländer, nicht so fühlt als würde man über eine Frühlingswiese hüpfen. Aber muss man denn das Geheule echt in einem Buch veröffentlichen? Man heult seine Freunde voll oder die Wand! >.<
Ich höre mal besser auf….

 negativ

Applause an David! Ihm hat Japan ja sooooooooo viel gegeben! Vor allem ein Alkoholproblem, wenn ich nach dem Buch gehe XD

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