Shadow of Memories

Stell dir vor, du stirbst und wachst in einem Kirchturm auf

In Shadow of Memories spielst Du Eike, welcher soeben ermordet wurde und nun wieder ins Leben zurückgeschickt wird. Die Aufgabe klingt einfach: Er muß seine eigene Ermordung verhindern! Doch der Mörder schlägt immer wieder zu, und so gilt es, nicht nur das eigene Leben zu beschützen, sondern auch die Hintergründe über das plötzliche Ableben herauszufinden. Nebenbei versucht Eike auch noch mehr über den geheimnisvollen Gönner zu erfahren, welcher ihn immer wieder ins Leben zurückschickt. Die Möglichkeit, in die Vergangenheit zu reisen, hilft ihm dabei.

Der Tod ist nicht das Ende! Eine Kleinstadt, ein riesiges Rätsel und der Drang, es immer wieder aufs neue zu versuchen. Ein Held, ein mysteriöser Gönner, verwinkelte Handlungsebenen, immer wieder auftauchende Mordversuche – atmosphärisch so dicht gestaltet, dass man aufpassen muss, dass einem der offene Mund nicht austrocknet.

 Eike trinkt also nett Kaffee und als er dann auf die Straße tritt, wird er ermordet. Aber er wacht wieder auf und zwar in einem Kirchenturm, wo er verwundert feststellt, dass er tot ist. Eine Stimme ohne Gestalt spricht zu ihm und erklärt ihm, dass er Eike die Chance geben wird, seinen Tod zu verhindern. Aber der Tod ist natürlich hartnäckig und muss immer wieder überlistet werden.

Da steht nun unser Held und bekommt dieses Angebot, was er erst einmal nicht ergreift, sondern sich skeptisch aufklären lässt.

Meine Lieblingsstelle ist hier:
Eike: Und dafür gehört dir dann meine Seele?
Stimme: Seele? In welchem Zeitalter lebst du denn? *amüsiert*

Am Ende wird das Angebot natürlich angenommen und Eike darf durch die Zeit reisen, um immer wieder sein Ableben zu verhinden. Aber bei den Zeitreisen kommen wir auch der Vergangenheit auf die Spur und das wohl dosiert. Man wird immer wieder dazu animiert, die Gesichte weiterzuspinnen, nur um dann eine Information zu bekommen, die alles wieder verändert und einen Staunen lässt.

Die Grafik ist guter Durchschnitt für die PS2, aber alles, was jemand vielleicht stören könnte, wird durch den sehr passenden Soundtrack und der dichten Atmosphäre wieder gut gemacht. Es gibt nur eine englische Sprachausgabe und entsprechend deutsche Untertitel. Die Stimmen sind harmonisch. Die Rästel sind nachvollziehbar und an mancher Stelle kann man ein Problem auf mehreren Weisen lösen und entsprechend verändert sich der Lauf der Dinge.
Insgesamt kann man 5 Endings freischalten und da „Shadow of the Memories“ nicht eine allzu lange Spielzeit bereithält, lädt es sogar ein dies zu tun. Meiner Meinung nach kann man die Geschichte auch nur mit allen Informationen der 5 Handlungsstränge wirklich verstehen.

Konami, ein japanisches Label, welches einmal wieder beweist, dass die Japaner die westliche Kultur doch so gerne verwursten.
Der Spieler landet in einer deutschen Kleinstadt names Lebensbaum und ja, wir können unsere kleine, verschlafenen Nester wirklich darin wiedererkennen. Die Stadt ist fiktiv soll sich aber lose die Stadt „Rothenburg ob der Tauber“ in Bayern zum Vorbild genommen haben.
Den Charakteren und Gebäuden wurden natürlich auch deutsche Namen verpasst, so beginnen wir im „Cafe zur Sonne“ auf und betreten später einmal die „Bar zum Ei“. Auch gibt es da die deutschen Vornamen, bei denen sich heute die Fußnägel aufstellen, obwohl sie doch im Grunde schön sind, so z.B. Margarete. Margarete….Margarete…Gretchen…..hmm, da klingelt doch was bei mir.
Denn neben eben dieser, haben wir noch einen Alchemisten names Wagner und den Homunculus – Vorhang auf für Goethes „Faust“.

Laut Goethes Werk ist Mephistopheles der Schöpfer des Homunculus und wurde von Wagner nur hevrogerufen. So auch im Spiel, hier besorgt Eike den Philosophenstein mit dem Hommunculus wieder in die Welt kommt.
Unsere Margarete im Spiel hat ebenso einen Bruder, der zwar Hugo und nicht Valentin heißt, aber auch in einem Handlungsstrang ermordert wird und zwar indirekt von Eike. Wird doch Valentin indirekt von Faust ermordet, hier wurde Fausts Hand von Mephistopheles geführt.

Na, wenn das mal alles Zufälle sind….vielleicht so zufällig wie der Umstand, dass man inklusive Eike genau 13 Charaktere im Spiel hat, die namentlich genannt werden 🙂

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