Rauchmelder retten leben

kettensaegenmassaker

In der Nacht zum Gründonnerstag (24.03.2016) hat es in der Wohnung unter uns gebrannt. Glückerweise war die Wohnung nicht bewohnt, wenn auch noch mit Möbel bestückt. Zum brennen gab es also genug 😀

Unser Haus ist eigentlich für drei Familien, aber ich war ganz alleine. Gegen halb drei hat mich dann der Rauchmelder geweckt. Mein erster Impuls war es das Ding auszuschalten. Für diesen Zweck wollte ich einen Besen holen, als ich dann in unseren Flur getreten bin, hab ich den Rauch erst richtig gemerkt. Es war also nun nicht so, dass schon alles richtig zugequalmt war. Juhu, die nervigen, piepsenden Dinger sind sehr empfindlich – sehr gut.

Okay, ich hab dann erstmal in unserer Wohnung geschaut – Fehlanzeige. Als ich dann die Wohnungstür geöffnet hab, war da nur eine Rauchwand. Also Tür zu und Feuerwehr angerufen. Ich hab geistesgewärtig zwar meinen Haustürschlüssel mitgenommen, damit sie uns nicht die Tür aufbrechen müssen, aber an Schlappen hab ich nicht gedacht XD
Es war alles nicht so melodramatisch und nach der Untersuchung im Krankenhaus durfte ich auch sofort wieder gehen 🙂 Meine Mietzen haben es glücklicherweise ebenfalls gut überstanden. Nur der Rauchmelder im Arbeitszimmer ist gestorben, denn der ging mir zu sehr auf die Nerven und deshalb hatte ich ihn runtergerissen XD

Grund für diesen Blogeintrag ist aber eher die Meldungen, die dann veröffentlicht wurden. Da hört sich alles viel dramatischer an. Hier die Pressemiteilung der Gelsenkirchener Feuerwehr:

Gelsenkirchen (ots) – Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Rheinelbestraße musste die Feuerwehr in der Nacht zu Donnerstag eine Frau über eine Drehleiter retten. Sie erlitt eine leichte Rauchvergiftung – Naja, also alle meine Werte waren völlig in Ordnung. Hab ja auch nicht erst ne paar tiefe Züge noch genommen. Das Feuer in einer Erdgeschosswohnung konnte schnell gelöscht werden.

Um 02.38 Uhr wurde die Feuerwehr Gelsenkirchen durch eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses an der Rheinelbestraße in Ückendorf alarmiert. Aufgeschreckt durch den Alarm eines Heimrauchmelders, hatte die Frau Brandrauch in ihrer Wohnung im ersten Obergeschoss bemerkt. Dieser zog aus dem Treppenraum durch die Wohnungseingangstür. Da der Frau somit der Fluchtweg abgeschlossen war, alarmierte die Leitstelle unter dem Einsatzstichwort „Feuer mit Menschenleben in Gefahr“ zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, Einheiten des Rettungsdienstes sowie den Löschzug Ückendorf der Freiwilligen Feuerwehr. Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge nur wenige Minuten später, quoll dichter Brandrauch aus einer Wohnung im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses. Die Anruferin machte sich bereits an einem Fenster bemerkbar. – Hab ich nicht! Ich stand nur am geöffneten Fenster, wegen der frischen Luft. Mehr aber auch nicht >_< Sofort begannen die Einsatzkräfte mit der Menschenrettung über eine Drehleiter, parallel suchten weitere Trupps unter Atemschutz die Brandwohnung nach weiteren Person ab. Nach wenigen Minuten konnte die Frau sicher gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Sie musste mit einer leichten Rauchvergiftung in ein Krankenhaus transportiert werden. Die Sorge, weitere Personen in der Brandwohnung zu finden, bestätigte sich glücklicherweise nicht. Bis auf die Frau befand sich niemand mehr in dem zweistöckigen Haus. Auch den Brandort konnten die Einsatzkräfte schnell lokalisieren. Es brannten Mobiliar im Schlafzimmer. Mit einem Strahlrohr waren die Flammen schnell gelöscht und die Gefahr gebannt. Durch den Brandrauch entstand erheblicher Schaden in der gesamten Wohnung. Die übrigen Wohnungen des Hauses blieben aber bewohnbar. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz der Feuerwehr beendet. Insgesamt waren 37 Einsatzkräfte vor Ort, wobei die Berufsfeuerwehr. Zur Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Den einzige Schaden den ich genommen hab, waren zwei große Hämatome an den Handgelenken durch das Blutabnehmen Arterie und acht Stunden Wohnung putzen, da die Feuerwehrmänner natürlich nicht ihre Schuhe ausgezogen haben 😉

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